DIE LINKE. Stuttgart ist gegen die Schließung des Kommunalen Kinos
Seit einigen Wochen gibt es in Stuttgart kein Kinoprogramm mehr, das unabhängig von den Vermarktungsinteressen der großen Filmverleiher an den kulturellen und künstlerischen Bedürfnissen breiter Schichten der Bevölkerung ausgerichtet ist.
Mitten im Sommer, Ende
Juli bis Anfang August, berichteten die Stuttgarter Tageszeitungen über
die Insolvenz und kurzfristige Schließung des Kommunalen Kinos
Stuttgart, das seit 37 Jahren ein vielseitiges und allgemein hoch
geschätztes
Programm an verschiedenen Standorten in unserer Stadt geboten hat. Zuletzt
im Filmhaus in der Friedrichstraße, früher im Planetarium.
Nur wenige Tage wurde über Ursachen und Verantwortlichkeiten für
diese kulturelle Pleite geschrieben, dann herrschte Schweigen.
Am 23. September
werden die GemeinderätInnen im Ausschuss für
Kultur und Medien und am 1. Oktober im Verwaltungsausschuss beraten,
ob und wie es mit der Kinokultur in Stuttgart weiter gehen wird. Beim
Gemeinderat liegt die Verantwortung für die Schließung des
KoKi. Dort wurde mehrheitlich beschlossen, Fördermittel in Höhe
von 70.000 Euro einzufrieren, die dann nicht zur Verfügung standen,
als sie dringend gebraucht wurden. Ob hier Druck auf das KoKi ausgeübt
werden sollte, und wenn ja mit welcher Zielsetzung, ist in der Öffentlichkeit
nicht bekannt geworden.
Objektiv und sachlich kann man jedoch sagen, dass es in diesem Gremium,
in seiner jetzigen Zusammensetzung, immer wieder aufs Neue eine Mehrheit
gibt, die blindes Sparen über die Interessen der meisten Menschen
in dieser Stadt stellt. Die einerseits 70.000 Euro blockiert und gleichzeitig
bereit ist, Hunderte Millionen Euro für Stuttgart 21 zu verpulvern.
Was die vielen Stuttgarter BürgerInnen
wollen, artikuliert sich beispielhaft im folgenden Blog: "… weil
es in Stuttgart diesen Trend gibt, alles was liebenswert und nicht massenkonform
ist, auszuradieren. So ein Kino ist für mich ein absolutes Muss,
ein politisches Statement und ein Medium, das uns erlaubt, über
unseren eigenen Horizont hinauszuschauen und uns Einblick in ganz andere
Welten gewährt. Es gibt
genügend Kinos, in denen Einheitsbrei serviert wird, ich plädiere
für
die Artenvielfalt im Allgemeinen und für den Erhalt des KoKis in
der bisherigen Weise im Besonderen. Nicht Mainstream sondern gegen den
Strom!"
Dieser Forderungen schließt sich DIE LINKE. Stuttgart ohne Wenn und Aber an!
Kreisvorstand DIE LINKE. Stuttgart