Gute Arbeit – Gute Löhne – Gute Rente
„Gute Arbeit, Gute Löhne, Gute Rente“: unter diesem Motto wird DIE LINKE für sichere Arbeitsbedingungen, anständige Löhne und einen Lebensabend in Würde eintreten.
Die
Kampagne wurde am 7. Juni für Baden-Württemberg gestartet
und soll ihren Höhepunkt zur Bundestagswahl 2009 finden. Im Theaterhaus
auf dem Pragsattel fanden sich 650 Besucher ein, um den Ausführungen
von Marion von Wartenberg, Hans-Jürgen Urban und Oskar Lafontaine
zu folgen.
Marion von Wartenberg, neu gewählte stellvertretende Vorsitzende des DGB-Landesbezirks Baden-Württemberg, sprach davon, dass die zu erwartende Alters-Armut wegen der Rente erst ab 67, ein Gesicht hat. Es ist weiblich. Frauen sind besonders oft in Minijobs anzutreffen und erhalten auch sonst weniger Gehalt als Männer. Wenn dann noch Hartz IV dazukommt, die Frau allein erziehend oder zugewandert ist, liegt die zu erwartende Rente oft unter der Grundsicherungshöhe.
Hans-Jürgen Urban vom geschäftsführenden Hauptvorstand
der IG Metall vertritt die Ansicht, dass sich eine gute Rentenpolitik
nicht in einem Umfeld realisieren lässt, in dem sonst alles falsch
läuft.
In seiner Rede setzte er sich scharf mit dem doppelt maßlosen Finanzmarkt-Kapitalismus
auseinander und forderte die politische Bekämpfung
des Neoliberalismus und eine Wende zu sozialen Veränderungen. Besser
konnte die Stimmung im Theaterhaus nicht sein, als Oskar
Lafontaine seine Ansprache begann. Er zeichnete das Bild unserer Gesellschaft,
in der die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander klafft.
In der das Steueraufkommen zunehmend von den Kleinen geleistet wird und
die Großen in Steuergeschenken schwelgen.
Oskar Lafontaine entwarf ein Zukunftsbild einer sozial gerechten Gesellschaft. Ohne Kriegseinsätze in Afghanistan oder sonst wo. Der Kampf für ein besseres Rentensystem wirft Fragen auf, die eine Neugestaltung unseres Gesellschaftssystems betreffen.
Helmut Brandt