Proteste gegen Stuttgart 21 gehen weiter
Auch heute (Di., 17.11.09) gingen die Proteste gegen das Projekt S 21 weiter: Vor dem Stuttgarter Rathaus versammelten sich etliche Stuttgarter BürgerInnen in der Hoffnung, dass das Projekt, mit dem OB Schuster sich offenbar gerne ein Denkmal setzen möchte, noch gestoppt werden kann. Fachmännischen Schätzungen zufolge könnten sich die Kosten dafür aufgrund der Unwägbarkeiten der Bodenverhältnisse auf bis zu 9 Milliarden Euro belaufen!
In weiser Voraussicht waren die Eingänge des Rathauses verschlossen, damit die Demonstranten nicht in die heiligen Hallen gelangen sollten. Wer am Hintereingang Einlass begehrte, wurde gleich befragt, ob er etwa zu den „Gegnern“ gehört. Offensichtlich hat sich die Situation zwischenzeitlich dahin entwickelt, dass unser OB seine BürgerInnen lieber ausschließen lässt, als der Realität, dass die meisten Stuttgarter dieses Projekt absolut missbilligen, den nötigen Respekt zu zollen und sich mit den Bedenken der Menschen auseinanderzusetzen.
Vor dem Rathaus herrschte dennoch ein munteres Treiben: Passanten und Demonstranten schrieben spontan auf Zettel, was Sie zum Protest gegen S 21 bewegt. Diese Zettel wurden auf einer Schnur, die vor dem Rathaus gespannt war, aufgehängt. Da war dann z.B. zu lesen: „Die alten Bäume im Schlossgarten sind uns heilig“ , „Diese Milliarden werden an anderer Stelle DRINGEND gebraucht“, „Die Mineralquellen dürfen nicht gefährdet werden“ und Vieles mehr.
Die Stuttgarter werden nicht müde, ihre Meinung zu diesem aberwitzigen Projekt auszudrücken und sich dagegen zu wehren - die Proteste gehen weiter. Und es sieht so aus, als nähmen sie gerade Fahrt auf!
Liane Krusche