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kreisverband stuttgart DIE LINKE.

Bildungsstreik in Stuttgart

 

20.000 Menschen demonstrierten am 17. Juni in Stuttgart für eine bessere Bildung.

DIE LINKE tritt für das Recht auf gebührenfreie und gute Bildung für alle Kinder und Jugendliche ein - unabhängig vom Geldbeutel der Eltern.

Vom 15. bis zum 19. Juni haben in ganz Deutschland Proteste gegen die aktuelle Situation im Bildungswesen stattgefunden. Höhepunkt waren die Demonstrationen am Mittwoch, den 17. Juni mit bundesweit etwa 250 000 TeilnehmerInnen. Nach Berlin fand in Stuttgart mit etwa 20 000 Menschen die zweitgrößte Demonstration statt, es beteiligten sich nicht nur SchülerInnen und StudentInnen, sondern auch GewerkschafterInnen, Auszubildende, ErzieherInnen und viele andere Menschen.

Die Forderungen die vertreten wurden waren vielfältig: Es ging unter anderem um die Abschaffung von Studiengebühren, das dreigliedrigen Schulsystems und das G8-Abitur. Auch wurde mehr demokratische Mitbestimmung und kostenlose Bildung für Alle gefordert. Eines der Themen war auch die geplante Abschaffung oder Umstrukturierung der geisteswissenschaftlichen Fakultäten an der Universität in Stuttgart.

Die ganze Woche über fanden vielfältige Aktivitäten statt: in Stuttgart gab es an der Universität ein alternatives Vorlesungsverzeichnis mit Vorträgen, Workshops und Diskussionen, sowie  Kundgebungen, verschiedene Protestaktionen, Konzerte und Infotische.

Einmal mehr ist die Stuttgarter Polizei schließlich gegen unliebsame Aktivitäten vorgegangen: Am Freitag, den 19. Juni wurde das Abschlusskonzert der Protestwoche auf dem Unigelände  angegriffen. Die Polizei setzte dabei Schlagstöcke und Pfefferspray gegen mehrere feiernde Menschen ein, die verbal gegen eine provokative Polizeikontrolle protestierten. Drei Personen wurden festgenommen und mehrere Menschen verletzt. Bundesweit gab es noch zahlreiche weitere Fälle von Repressalien gegen die Proteste, etwa Polizeiangriffe auf Demonstrationen und Kundgebungen, sowie Sanktionen für SchülerInnen die sich am Streik beteiligten.

Dennoch ist zweifelsohne ein positives Fazit zu ziehen. Die Proteste waren oftmals deutlich stärker als noch im vergangenen Jahr. So fanden vielerorts nicht nur an einem Tag, sondern über eine Woche hinweg und teilweise noch länger kontinuierliche Aktivitäten statt. In vielen Städten beteiligten sich deutlich mehr Menschen als im letzten Jahr,  darunter viele die nicht direkt als SchülerInnen oder Studierende betroffen sind, sondern sich mit den Forderungen solidarisierten. Auch der Bezug auf andere gesellschaftliche Kämpfe, etwa durch RednerInnen der Gewerkschaften oder Solidaritätserklärungen mit dem Streik der ErzieherInnen, waren ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.

Auf den gemachten Erfahrungen gilt es nun aufzubauen und weiterzumachen, schließlich haben wir noch eine Menge Arbeit vor uns um unsere Forderungen auch nur im Ansatz zu erreichen.

 

Ariane Raad

für den Kreisvorstand DIE LINKE. Stuttgart

 

weitere Fotos siehe auch: www.action-stuttgart.de

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